Randgruppecombo spielt Gundermann

Sonntag, 01. Oktober, 20:00 Uhr

Zehn Musiker, vierzig Instrumente, drei Stunden Gundermann, denn:
Immer wieder wächst das Gras
Fast 20 Jahre nach dem Tod von Gerhard Gundermann wirken seine Lieder lebendiger und aktueller denn je.
Was in der Musiklandschaft eher selten geschieht, passiert hier: Das Publikum, welches seine Songs wie Lebensmittel aufsaugt (konsumiert taugt nicht) verjüngt sich, indem sich über die Jahre mehrere Generationen in dessen erdigen, poetischen wie zupackenden Songs wiederfinden und mischen. Mittlerweile hat wohl fast die Hälfte des hell singenden wie hellwachen Publikums selbst nie Gerhard Gundermann live erlebt. Das wir davon wissen, dafür trägt seit mittlerweile über 17 Jahren diese Combo aus Süddeutschland eine gerüttelt Maß an Verantwortung. Zur Randgruppencombo gehören derzeit zehn Musiker, die im Konzertverlauf knapp 40 verschiedene Instrumente zum Klingen bringen.
In einem über dreistündigen Live- Konzert ohne Sentiment und Eitelkeit, mit Spielfreude und vollem Einsatz erlebt der Folkrock in den Volksliedern des Gerhard Gundermann seine getanzte Auferstehung. Die Band hat ihr Programm beständig erweitert, überarbeitet und sich mittlerweile auch an den Fundus einiger bislang unveröffentlichter Gundermann- Songs gewagt.
Ein bizarres, wirklich geglücktes Stück von West- Ost- Wahrnehmung, viel zu selten und deshalb doppelt kostbar.
Seit dem Jahr 2000 spielt die Randgruppencombo nun Gundermann. Allein in Tübingen und Umgebung waren es über 120 Aufführungen. Seit 2005 trifft sich die Combo, von verschiedenen Rändern des Landes kommend, zu zwei Konzerten vor Weihnachten im dortigen, immer ausverkauften Landestheater und zum Jahreswechsel zu zwei oder gleich drei Konzerten nacheinander in Berlin (seit 2013 auch in Leipzig). Dann wurden die Proteste aus dem Süden des untergegangen Landes immer lauter: „Warum immer nur Berlin? Das hatten wir doch schon einmal!“

Das Festival „Musik zwischen den Welten“ bemühte sich heftig und geschickt, um den Aufruhr zu kanalisieren. Jetzt hat es geklappt, und die Randgruppencombo kommt nach 2002 erstmals wieder nach Dresden. Erwartet werden darf ein dreistündiges Konzert, vor allem aber ein grandioses Wiederhören der Volkslieder des Gerhard Gundermann. Der Vorverkauf hat begonnen!
Besetzung: Heiner Kondschak (gitarren, sax, flöte, harm, bouzouki, Drehleier, Whistles), Ester Daniel (sax, Whistles, voc) Rupert Hausner (git, perc, whistles, voc), Uschi Berberich (Keyb, akk, voc), Gerd Ritter (bass, perc), Christian Dähn (drums, Bratsche) Tini Stiefelmayer (Violine), Heike Rügert (Klarinette, Tenorsax, Whistles, Horn), Jonathan Gray (Cello, Trompete, Posaune, Keyb) und Tab Bellmann (Trompete, perc). 

Veranstalter: mon ami
Karten gibt es für 21,- Euro zzgl. VVK-Gebühren in der Tourist-Info Weimar (03643-745745) sowie für 25,70,- Euro an der Abendkasse