Stolpersteine in Weimar

AUSSTELLUNG aktuell:

ab 6. Januar in der Stadtverwaltung Weimar, Schwanseestraße 17, Haus I

Stolpersteine in Weimar – Biographiearbeit über die im
Nationalsozialismus verfolgten Weimarer Bürger/innen


Fünfzehn „Stolpersteine“ wurden  im Rahmen des gemeinsamen Projekts „Stolpersteine in Weimar – Biographiearbeit über die im Nationalsozialismus verfolgten Weimarer Bürger/innen“ von StattReisen Weimar e. V. und dem Jugend- und Kulturzentrum mon ami in Weimar verlegt. In einer mobilen Ausstellung werden Teile der Ergebnisse der Weimarer Projektgruppe gezeigt. Sie ist zur Zeit in der Stadtverwaltung Weimar, Schwanseestraße 17, Haus I zu sehen. Dreizehn Projektteilnehmer befassten sich seit Januar 2008 mit den Lebenswegen Weimarer Bürger/innen, die vom NS-Regime verfolgt wurden. Durch intensive Archivarbeit  und Zeitzeugengespräche gelang es teils sehr genau, teils nur vage die Biographien dieser Menschen nachzuzeichnen. Das Ziel des Projektes ist es, diesen Menschen ihre Identität zurückgeben und sie in das Weimarer Bewusstsein zurückholen, denn ihre Leben und die Umstände ihrer Verfolgung, Vertreibung und Ermordung sind Teil der Stadtgeschichte Weimars. Die Ausstellung zeigt, wie diese Menschen in Weimar lebten und welche Aufgaben sie im städtischen Leben erfüllten. Sie waren Eltern, Kinder, Nachbarn, Kollegen und Freunde. Sie wurden ignoriert, denunziert aber auch geschützt. Die Ausstellung beleuchtet an ausgewählten Biographien diese Aspekte Weimarer Stadtgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus.

Diese Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann schnell und unkompliziert präsentiert werden. Haben Sie Interesse an der Ausstellung, an weiteren Informationen oder einer Mitarbeit am Projekt, dann wenden Sie sich an:

StattReisen e. V., Tel.: 03643/850 100 oder
Jugend- und Kulturzentrum mon ami, Tel.: 03643/84 77 11, mail:
monami(at)vhs-weimar.de

Das Projekte „Stolpersteine in Weimar – Biographiearbeit über die Nationalsozialismus verfolgten Weimarer Bürger/innen“ wird im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ gefördert. 

 



Biographiearbeit über die Nationalsozialismus verfolgten Weimarer Bürger/innen

Am Mittwoch, dem 7. Mai 2008 werden nun zum zweiten Mal „Stolpersteine“ in Weimar verlegt. 'Stolpersteine' ist ein "Kunstprojekt für Europa" des Künstlers Gunter Demnig aus Köln. Die ‚Stolpersteine’ erinnern mit Namen, Geburtsjahr, Jahr der Deportation und Sterbejahr an die im Nationalsozialismus ermordeten Weimarer Bürger/innen. Der Künstler wird die Steine selbst verlegen. ‚Stolpersteine’ werden aus Beton gegossen und mit einer 10 x 10 cm großen gravierten Messingplatte versehen.
Diese Aktion ist Teil des gemeinsamen Projektes „Stolpersteine in Weimar – Biographiearbeit über die Nationalsozialismus verfolgten Weimarer Bürger/innen“ von StattReisen Weimar e. V. und dem Jugend- und Kulturzentrum mon ami, gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“.  Das Projekt will diesen Menschen ihre Identität zurückgeben und sie in das Weimarer Bewusstsein zurückholen, denn ihre Leben und die Umstände Ihrer Verfolgung, Vertreibung und Ermordung sind Teil der Stadtgeschichte Weimars.
Die Projektgruppe konzipiert eine Ausstellung zu ausgewählten Biographien, die sie dank der großen Unterstützung des Stadtmuseums Weimar vom 4. bis 7. Juni 2008 im Stadtmuseum präsentieren wird. Im Anschluss wird die Ausstellungen durch Schulen in Weimar und dem Weimarer Land wandern. 
Am 7. Mai werden 14 Steine an sechs Stellen verlegt. Der Künstler Gunter Demnig wird ab 14.30 Uhr mit der Verlegung  des ersten Stolpersteins für Rosa Schmidt in der Brennerstraße 42, vor dem „Hotel Thüringen“ beginnen. Hier werden auch der Oberbürgermeister der Stadt Weimar, der Künstler sowie die Patin dieses Stolperstein, Rosa Schmidts Enkelin Marie-Luise Seyfarth, sprechen.
Wir laden alle Anwohner und Interessierten herzlich ein, an den Gedenkveranstaltungen teilzunehmen:

14:30 Uhr, Brennerstraße 42  
• Rosa Schmidt


15:30, Carl-von-Ossietzky-Straße 18   
• Richard-Kohlmann


16:00, Brühl 6   
• Günter Appel
• Jakob Appel
• Susanna Appel
• Albert Ortweiler
• Lina Ortweiler


16:30, Wielandstraße 2  
• Martha Kahn
• Selma Kahn
• Bertha Kahn


17:00, Belvederer Allee 6  
• Jenny Fleischer-Alt
• Edith Gál
• Ilka Gál


17:30, Zeppelinplatz / Eckenerstraße 1  
• Kurt Nehrling

Finanziert wird dieser Teil des Projekts über Patenschaften. In einer weiteren Aktion am 6. Oktober werden 22 weitere Stolpersteine in Weimar verlegt. Ein Großteil dieser Steine ist bereits über Paten finanziert. Weitere Interessenten für eine solche Patenschaft können Sie bei den Projektleitern Jonny Thimm, StattReisen Weimar e. V. (Tel.: 03643-85 01 00) oder Jutta Luhn, mon ami Weimar (Tel.: 03643-84 77 11) melden. Bereits am 5. Oktober wird es eine Diskussionsveranstaltung mit Gunter Demnig zu seinem Kunstprojekt geben.